aktuelle kunst in graz ist ein Netzwerk von Grazer Kunst- und Kulturinstitutionen. Hier finden Sie Details zu den Orten und zum ausgestellten Programm.

Die nächsten Galerientage finden von 24. - 26. April 2026 statt.
HALLE FÜR KUNST Steiermark

Burgring 2

8010 Graz Graz

  • Ausstellungsraum
Öffnungszeiten

Di–So 10:00-18:00

Kontakt und Social Media

http://www.halle-fuer-kunst.at

info@halle-fuer-kunst.at

+43 316/740 084

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Barrierefreiheit

  • Barrierefreie Toiletten
  • Alles ist barrierefrei

HALLE FÜR KUNST Steiermark

Als eines der innovativsten Ausstellungshäuser Österreichs widmet sich diese Kunsthalle der Produktion und Präsentation wesentlicher künstlerischer Positionen im Feld der Gegenwartskunst und ihrer Moderne. Die hochwertigen Wechselausstellungen kommen in dem zentral gelegenen Architekturjuwel aus der Spät-Moderne, das die Präsentation von sorgsam kuratierten Projekten räumlich unterstreicht, besonders gut zur Geltung. Diese werden durch ein wöchentliches Rahmen- und Vermittlungsprogramm sowie informative Online-Formate und Publikationen begleitet. Die Kunsthalle verfolgt in ihrer Programmatik eine internationale Ausrichtung, die sich wesentlichen und mitunter unerwarteten künstlerischen Entwicklungen widmet, und gleichzeitig auf der legendären Geschichte der „Graz-Kunst“ und hier zahlreich realisierten Beiträgen von Albert Oehlen, Jörg Schlick, Cosey Fanny Tutti, Rosemarie Trockel oder Stano Filko aufbauen. Als lebendige Plattform ist es der Institution ein Anliegen, den Zugang bei freiem Eintritt für alle zu erleichtern, um Kunst als Korrektiv und Marker in einer komplexen Gegenwart erleben und diskutieren zu können.

  • Ausstellung

24.04.2026 - 26.04.2026

Ulrike Ottinger. Die Berlin Trilogie

Ulrike Ottinger zählt zu den prägenden avantgardistischen Filmemacherinnen ihrer Generation. Seit den 1960er- Jahren entwickelte sie einen expressiven, nonlinearen, teils surrealen Stil. Anlässlich der Galerientage 2026 wird in der HALLE FÜR KUNST an drei Abenden in Folge ihre Berlin-Trilogie gezeigt. Mit Bildnis einer Trinkerin (1979), Freak Orlando (1981) und Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse (1984) zeigt sie Westberlin als grelle Bühne für Exzess, Ausgrenzung und Identitätswechsel und entlarvt Geschichte wie Medien als Spektakel von Macht und Projektion.



  • Künstler:innen:
  • Ulrike Ottinger
  • Ulrike Ottinger gilt als eine der wesentlichen avantgardistischen zeitgenössischen Künstlerinnen und Filmemacherinnen ihrer Generation, die insbesondere über ihr filmisches Schaffen Bekanntheit erlangt hat. Die 1942 in Konstanz geborene Ottinger kann heute auf mehr als sechs Jahrzehnte künstlerischen Schaffens zurückblicken, das sie nicht nur an verschiedene Orte brachte, sondern sie von der Bildenden Kunst zum Filmemachen finden ließ. Dabei entwickelte sie einen non-linearen und teils surrealistisch-bizarren Filmstil. Mit dem festen Entschluss, Künstlerin zu werden, zog sie mit 20 Jahren nach Paris, ließ sich im Atelier von Johnny Friedlaender in Radiertechnik ausbilden und besuchte Vorlesungen von Claude Levi-Strauss und Louis Althusser am Collège de France. Während ihres siebenjährigen Aufenthalts in Paris arbeitete sie als Künstlerin in den Feldern Malerei, Fotografie und Performance und schrieb 1966 ihr erstes Drehbuch mit dem Titel Die mongolische Doppelschublade. 1969 kehrte sie vorerst nach Konstanz zurück, wo sie den filmclub visuell in Kooperation mit der Universität Konstanz gründete und die Galerie und Edition galeriepress eröffnete. In jener Zeit, Anfang der 1970er-Jahre begann auch ihre langjährige Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen Tabea Blumenschein, mit der sie ihren ersten Film Laokoon und Söhne (1971-1973) realisierte und im Arsenal Berlin uraufführte, sowie Magdalena Montezuma. Im Jahr 1973 zog sie schließlich nach Berlin, wo sie erste internationale Erfolge verzeichnete. Neben ihren Dokumentar- und Spielfilmprojekten, in denen sie sich intensiv mit ethnologischen und anthropologischen Fragestellungen auseinandersetzt, realisiert sie ebenso Arbeiten für die Bühne, sowohl für das Theater, als auch die Oper, und entwickelt Künstler:innenbücher.

  • Kuratiert von:
  • Sandro Droschl
    • Ausstellung

    07.02.2026 - 26.04.2026

    Susanne Wenger. Àdùnní Olórìṣà

    Susanne Wenger (1915, Graz; †2009, Òṣogbo, Nigeria) gilt als eine zentrale Künstlerin Österreichs nach 1945 und als frühe Wegbereiterin des Surrealismus. Ihr Œuvre, das Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Drucke und Batiken umfasst, überschreitet ästhetische Kategorien und verbindet Kunst, Spiritualität und Mythos. In Zusammenarbeit mit der Susanne Wenger Foundation in Krems präsentiert die HALLE FÜR KUNST Steiermark in einer sorgsam zusammengestellten Auswahl das facettenreiche Œuvre der Künstlerin.

    • Künstler:innen:
    • Susanne Wenger
    • Susanne Wenger (1915–2009), auch bekannt als Adunni Olorisha, war eine österreichische Künstlerin, Bildhauerin und Yoruba-Priesterin, die durch ihre Verbindung von europäischer Moderne und afrikanischer Tradition bekannt wurde. Geboren in Graz, studierte sie an der Wiener Akademie der bildenden Künste und arbeitete zunächst in Europa, bevor sie 1950 nach Nigeria auswanderte. In Nigeria widmete sie sich der Erhaltung der Yoruba-Kultur und des heiligen Osun-Hains in Osogbo, den sie gemeinsam mit lokalen Künstlern wieder aufbaute und mit Skulpturen und Schreinen gestaltete. Ihr Einsatz führte dazu, dass der Hain 1965 zum nationalen Denkmal und später zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Wengers Werk umfasst Malerei, Skulptur, Batik und Architektur und verbindet spirituelle, mythologische und künstlerische Elemente. Sie gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen der österreichischen und nigerianischen Moderne und wurde für ihr Lebenswerk mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.

  • Kuratiert von:
  • Sandro Droschl

    -> Eröffnungsveranstaltung FR 24.04.2026 18:00

    • Offizielle Eröffnung der Galerientage 2026 in der Halle für Kunst Steiermark

    -> Filmvorführung FR 24.04.2026 18:30

    • Filmvorführung von "Ulrike Ottinger. Die Berlin Trilogie: Bildnis einer Trinkerin (Ticket of No Return), 1979, 107 min."

    -> Filmvorführung SA 25.04.2026 19:00

    • Filmvorführung von "Ulrike Ottinger. Die Berlin Trilogie: Freak Orlando, 1981, 126 min."

    -> Filmvorführung SO 26.04.2026 19:00

    • Filmvorführung von "Ulrike Ottinger. Die Berlin Trilogie: Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse (Dorian Gray in the Mirror of the Yellow Press), 1984, 150 min."